Lok-Daten

Lok/Triebfahrzeug-Daten

31.12.2002
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V 120
BenennungWertEinheit
Achsfolge2' C 2' 
max. v100km/h
TriebwerkDiesel-pneumatischer Antrieb 
D Treibrad1600mm
Länge über Puffer16330mm
Leistung1200PS
Leistung884kW
Baujahr1929 
Ausmusterung1935 

Bei der Maschinenfabrik Esslingen wurden in den Jahren 1927-29 nach 15 Jahren Unterbrechung die Versuche zum Bau einer Diesellokomotive wieder aufgenommen. Neben einer dieselelektrischen und einer dieselmechanischen Lokomotive für die sowjetischen Eisenbahnen wurde die V 3201 mit dieselpneumatischem Antrieb gebaut und am 30. November 1929 von der DRG abgenommen. Im Leistungsniveau sollte die Maschine der Baureihe 780-5 entsprechen, von deren Konstruktion man auch Triebwerk und Fahrgestell ableitete. Im Maschinenraum befand sich ein 1200 PS starker Dieselmotor, der einen Kompressor antrieb. Die auf 7 bar gespannte Luft wurde in die beiden Außenzylinder geleitet; Antrieb und Steuerung erfolgten wie bei einer Dampflokomotive. Obwohl die 1931 als V 120 001 eingereihte Lokomotive die Erwartungen erfüllte, ergaben sich zu dieser Zeit weder leistungsmäßig noch wirtschaftlich Vorteile gegenüber der Dampflokomotive, sodaß sie ein Einzelgänger blieb und schon 1935 verschrottet wurde.

Nummern: 
DRGV 120 001
DRGV 3201

Kommentare:

1  Martin Käser ( martin.kaeser@auge.de ) schrieb hierzu: Datum: 2005-06-19
Hallo,

diese merkwürdige Maschine hat mich sehr interessiert und zu weiteren Nachforschungen angeregt.

Am 18.09.1924 bestellte das Eisenbahn-Zentralamt bei ME eine 2C2 Diesel-Lokomotive entsprechend dem Angebot vom 11.04.1924.
Für Dieselmotor und Kompressor war MAN als Subunternehmer verantwortlich. Anstatt der garantierten Werte von 218 Kg/min Druckluft bei +7 bar wurden nur 174 kg/min und +6 bar erreicht. Der Hub des Kompressors wurde von 370 auf 350mm verringert, der Durchmesser der Lok-Zylinder von 670 auf 700 mm vergrößert. Um den nötigen Massendurchsatz zu erreichen spritzte MAN Wasser in den Kompressor. Das entstehende Dampf+Luftgemisch wurde in die Außenzylinder geleitet. Bei der Entspannung kondensierte Wasser, regnete die Umgebung der Lokomotive ein und verursachte Rostschäden. Nach fünfjähriger Bauzeit (geplant: ein Jahr) wurde die Lok im Dezember 1929 abgeliefert.
Die Leistung der Lok war mit 812 PSi vergleichbar mit der der BR 64. Die V120 war jedoch 50t schwerer und mit einer Achslast von 18t nicht auf allen Strecken einsetzbar. Nach Ventilbrüchen im Kompressor wurde die Lok 1932 außer Dienst gestellt.

Triebwerk n2
D vorderes Laufrad 850 mm
D hinteres Laufrad 850 mm
Dienstgewicht 124,6 t
Reibungslast 54,6 t
max. Achslast 18,2 t
D Zylinder 700 mm



Kolbenhub 700 mm
 

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