Lok-Daten

Lok/Triebfahrzeug-Daten

31.12.2002
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würt. K     K.W.St.E.   Logo Bahnverwaltung
  59 0   DRG   Logo Bahnverwaltung
K
BenennungWertEinheit
Achsfolge1' F 
max. v60km/h
Triebwerkh4v 
D Treibrad1350mm
D vorderes Laufrad943mm
Länge über Puffer20200mm
Leistung1920PS
Leistung1412kW
Dienstgewicht108t
Reibungslast94,6t
max. Achslast16t
Kesselüberdruck15bar
Rostfläche4,2m2
Verdampfungsheizfläche232m2
Überhitzerheizfläche80m2
D Zylinder500/750mm
Kolbenhub650mm
Baujahr1917 
Tenderwü 2'2' T 20, pr 2'2' T 21,5, pr 2'2' T 31,5 

Für die teilweise extremen Steigungen der Strecken der Württembergischen Staatsbahn benötigte man ab 1917 Güterzuglokomotiven für hohe Zugkräfte. Da eine Leistungserhöhung auf Basis der fünffach gekuppelten Gattungen H und Hh aufgrund der Gewichtszunahme des vergrößerten Kessels die zulässige Achslast von 16 t überschritten hätte, wurde die neue sechsfach gekuppelte Gattung K konstruiert, für die bis auf ein Einzelstück in Österreich keine Vorbilder existierten. Die ersten drei Exemplare wurden von der Maschinenfabrik Esslingen im Januar 1918 ausgeliefert. Die Maschinen besaßen einen Zweiachsantrieb nach de Glehn, die außenliegenden Niederdruckzylinder wirkten auf die vierte, die innenliegenden Hochdruckzylinder auf die dritte Kuppelachse. Die erste und sechste Achse wurden mit Seitenspiel ausgeführt, die dritte und vierte besaßen geschwächte Spurkränze. 1919 lieferte Esslingen weitere 12 Maschinen und zwischen 1923 bis 1924 nochmals 29 Maschinen, sodaß insgesamt 44 Exemplare gebaut wurden. Die Lokomotiven erfüllten alle Erwartungen an Leistungsfähigkeit und Verschleißarmut, selbst bei 25 0/00 zogen sie noch 420 t mit 25 km/h. In gebirgigem Gelände arbeiteten sie besonders wirtschaftlich, im Flachland hingegen hatten sie einen höheren Dampfverbrauch. Die DRG übernahm die Maschinen als Baureihe 59, mit dem Ausbau der Strecken auf 20 t zulässige Achslast konnten aber ähnlich leistungsstarke Maschinen mit fünf Kuppelachsen gebaut werden, sodaß die 59 nicht weiter gebaut wurde. Nach der Elektrifizierung der Geislinger Steige wurden die Lokomotiven in Österreich auf der Semmering-Strecke eingesetzt. Während des Krieges kamenn einige Maschinen in Jugoslawien und Ungarn zum Einsatz. Nach 1945 gelangten einige Maschinen zurück zur DB, dort wurden sie bis zum Jahre 1953 ausgemustert. Die österreichischen Maschinen blieben noch bis 1957 im Einsatz.

Nummern: 
DRG59 001-044

Kommentare:

1  Gijsbert von Wardenburg ( jolanta-gijsbert@tele2.nl ) schrieb hierzu: Datum: 2008-01-26
Sehr geehrter Herr,

Sind die Loks der Baureihe 59 mit dem Schild der Deutschen Bundesbahn ausgerüstet worden? Oder haben die Loks bis ende mit DRG schilder rundgefahren?

Mit freundlichem grüß,

Hochachtungsvoll,


Gijsbert von Wardenburg
Hoorn
H O L L A N D
 
2  Friedrich Welle ( fue.welle@freenet.de ) schrieb hierzu: Datum: 2008-04-03
Keine einzige der von Österreich zurückgegebenen Lokomotiven der BR 59 wurde in Deutschland wieder in Betrieb genommen. Dazu waren sie viel zu abgewirtschaftet. Güterzuglokomotiven hatte die (bis 1949) Reichsbahn in Deutschland genug, und zwar neuere. So bedauerlich dies vom lokomotivhistorischen Standpunkt aus auch ist: Jede K-Maschine, die in Deutschland ankam, wurde umgehend verschrottet. Literatur: Rudolf Röder, Die Baureihe 59.0, Freiburg: EK-Verlag 2007
 

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